LAVOIX bringt die erste Ausgabe des IP-BarometersTM heraus: eines Messwerkzeugs für die Entwicklung der Praktiken im Bereich gewerbliche Schutzrechte (IP) in Unternehmen und Behörden in Frankreich.

 

Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld, in dem Wissen Wachstum bedeutet, spielen gewerbliche Schutzrechte eine herausragende Rolle. Ihre Anzahl steigt und ihre Verwaltung wird immer komplexer. Sie stellen heute einen wichtigen, sogar lebenswichtigen Aktivposten in der Entwicklungsstrategie der Unternehmen dar.

 

Daher verändern sich die Funktion und die Herausforderungen, denen sich der IP-Verantwortliche stellen muss, ständig; vor allem im Hinblick auf die Verwaltung der IP-Aktivitäten, der Zusammenarbeit mit den anderen Geschäftsbereichen des Unternehmens und auch der hierarchischen Einordnung.

 

Um die IP-Verantwortlichen bei der Optimierung ihrer Tätigkeit zu unterstützen hat LAVOIX beschlossen, eine große, jährlich wiederkehrende Studie zu den IP-Praktiken unter den für diesen Bereich verantwortlichen Führungskräften durchzuführen: Das IP-BarometerTM.

 

Heute ergibt sich aus den Ergebnissen des IP-BarometersTM  2012 die Erkenntnis, dass die IP-Verantwortlichen nach eigenem Bekunden mit zwei Herausforderungen zu kämpfen haben:

  • einerseits schwierige Anerkennung und Verständnis für die Rolle der IP und dadurch die Notwendigkeit, das Management und die verschiedenen internen Akteure für juristische und finanzielle Aspekte der IP zu sensibilisieren,
  • andererseits die operative Herausforderung, die sich durch die Notwendigkeit ergibt, die Entwicklung neuer Produkte zu begleiten und deren ungehinderte Nutzung zu garantieren.

 

Diese Wahrnehmung der Herausforderungen durch den IP-Verantwortlichen ist die Folge der aktuellen Situation der IP in den Unternehmen. So ist, laut den Teilnehmern am IP-BarometerTM, die Wahrnehmung der strategischen Rolle der IP derzeit nicht ausreichend, denn sie bewerten das Wahrnehmungsniveau des strategischen Aspekts der IP in ihren Unternehmen im Durchschnitt mit 5,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 10.

 

Im Gegensatz dazu geben nur 35 % der Befragten an, auf der höchsten Entscheidungsebene ihres Unternehmens eingestuft zu sein. Daher ist die IP-Funktion in zwei Dritteln der Fälle nicht autonom und spielt dementsprechend eine eher eingeschränkte Rolle bei strategischen Entscheidungen des Unternehmens.

 

Diese fehlende Verbindung mit der Unternehmensstrategie wird auch dadurch unterstrichen, dass die IP-Teams zwar teilweise recht groß sind (2 bis 11 Personen, je nach IP-Aktivität), aber nur in 40 % der Fälle in einer eigenen IP-Direktion arbeiten. Besonders die größten Unternehmen teilen so die IP-Aktivitäten zwischen der Rechtsabteilung, für Marken, und dem Geschäftsbereich Technik (Erfindungen, R&D) für Patente auf.

 

Philippe BLOT, der Präsident von LAVOIX, meint: „Diese Trennung macht die Definition und die Umsetzung einer speziellen IP-Strategie und deren Integration in die globale Unternehmensstrategie sicher sehr viel schwieriger“.

 

Das IP-BarometerTM  ermöglicht darüber hinaus die Feststellung, dass die IP-Verantwortlichen eine Entwicklung ihrer Rolle in Richtung einer eher strategischen Tätigkeit mit Ausrichtung auf die Optimierung der IP-Strategie und die Beobachtung der Konkurrenz planen.

 

Dieser letzte Punkt ist ein Teil der zuvor erwähnten operativen Herausforderung und scheint die Befürchtung der IP-Verantwortlichen zu unterstreichen, dass ihre Unternehmen immer stärker von gewerblichen Schutzrechten der Konkurrenz bedroht werden als in der Vergangenheit.

 

Zusammenfassung der Ergebnisse zum Download (Nur französisch Version)

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